Rasurbrand ist sowas von 2015
28. Juni 2016
15 Uhr
Klar sind wir alle harte Kerle. Nur unsere Haut ist eben manchmal etwas sensibel: Rötungen, Rasurbrand, trockenes Spannungsgefühl und Pickelchen. Gründe dafür gibt es viele, ob Diät, Stress, der falsche Rasierer oder sogar das Wetter. Besonders morgens, nach dem Rasieren kann die Haut unangenehm brennen. Studien zufolge rasiert sich ungefähr jeder zweite deutsche Mann mit sensibler Haut seltener (!) nur um Haut-Irritationen zu vermeiden. Kann man machen. Oder man liest hier, welche drei Tricks und Tools für den angenehmsten Start in den Tag sorgen.

Eigentlich sollten wir jetzt alle gleich mal 30 Minuten lang unseren Partner küssen. Oder einen lustigen Film anschauen. Oder raus gehen und ein bisschen im Dreck wühlen. Denn all das stärkt unser Immunsystem messbar! Nur leider funktioniert das auch anders herum – etwa, wenn wir mit dem Partner streiten oder in der Arbeit überfordert sind. Dann blockieren Stresshormone unsere Abwehrkräfte und eine Schürfwunde auf der Haut braucht zum Beispiel länger um zu verheilen.
Denn so tickt unsere äußerste Schicht nun mal: Sie reagiert wie ein beleidigter Opernsänger höchst-sensibel auf äußere und innere Aggressoren. Den ganzen Tag versuchen Bakterien, Pilze, Viren & Co in unseren Körper einzudringen. Um die Terroristen abzuwehren, hat unser Körper sich mit einem Schutzwall ausgestattet und diverse Hürden eingebaut: Enzyme in Tränen und Speichel töten Bakterien ab, Flimmerhärchen in der Nase fangen Eindringlinge wie ein Fliegengitter ab, und auf der Haut herrscht ein saures Milieu, durchschnittlich ein pH-Wert von circa 5,5 bis 5,7 – den die meisten Erreger nicht überstehen. Aber gerade dieser äußere Schutzmantel der haut wird mit der täglichen Rasur immer wieder weggeschabt.

Zum Verständnis:
Bei jeder Nassrasur entfernt der Mann proportional genau so viel Haut wie Haar. Die obersten Hautschuppen werden sozusagen einfach mit abgeschabt. In seinem Leben rasiert sich ein Mann durchschnittlich 200.000 Mal und verbringt so ungefähr 60 Stunden im Jahr mit Schaben und Kratzen. Klar ist das stress pur für sensible Haut!
Aber sich nicht mehr zu enthaaren und stattdessen einen Yeti wachsen lassen? Nein Danke. Wir verraten, wie selbst die zickigste Haut plötzlich ganz beruhigt der nächsten Rasur entgegensieht und sich danach noch tiefenentspannt wohlfühlt.


Trick Nummer eins:
Wilkinson Sword Hydro 5 Sensitive probieren

Klar haben wir Männer uns daran gewöhnt, dass so ziemlich jeder Rasierer mittlerweile einen Gleitstreifen besitzt, der dafür sorgen soll, dass die Klingen sanfter über die Haut rutschen. Der neue „Hydro 5 Sensitive“ hat diesen Gedanken einfach noch mal weitergedreht und bietet jetzt ein ganzes Gel-Reservoir, das durch Wasser aktiviert wird, den natürlichen Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhält und sich während der Rasur wie ein Schutzfilm über die Haut legt. Die besonders große Geloberfläche sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Gels auf der Haut, das soll für 40 Prozent weniger Reibung auf der Haut sorgen [im Durchschnitt vs. Quattro Titanium Gleitstreifen], als ein herkömmlicher Gleitstreifen. Die dermatologisch getestete Formel mit Aloe Vera ist ideal für empfindliche Haut.
Name: „Hydro 5 Sensitive“ von Wilkinson Sword
Link: wilkinson.de


Trick Nummer zwei:
Die Reihenfolge bachten

Gerade empfindlicher Haut bekommt es richtig gut, wenn sie morgens den Rasierer nicht unvorbereitet trifft. Am besten rasiert man sich daher nicht sofort morgens, nach dem Aufstehen, denn dann ist das Gewebe im Gesicht noch aufgedunsen, voller angestauter Flüssigkeiten, die sich nachts versammelt haben, und die Haut ist unebener, empfindlicher gegen Verletzungen und Mikroschnitte. Besser: Kurz warten, die Morgen-News auf dem ipad checken, und dann erst Rasieren. Wichtig bei der Nassrasur: Die harten Stoppel etwas aufweichen. Dafür gibt es spezielle Rasiertücher, die in heißem Wasser erwärmt werden. Dieses dann einfach wie einen warmen Umschlag für 30 Sekunden auf die zu rasierende Partie drücken, fertig. P.S.: Ein sauberes warm-feuchtes Handtuch erledigt den Job natürlich auch. Die sanfte Hitze macht die Bartstoppel weicher und öffnet die Poren. So werden die darin sitzenden Haarfollikel biegsamer und können von den Klingen leichter durchschnitten werden. Ein Barthaar, das sich mit Wasser vollgesogen hat ist nämlich nur noch ein Drittel so hart wie ein trockener Stoppel.
Aus demselben Grund sollte man übrigens Rasiergel, -Schaum oder -Seife auch immer ein bisschen einwirken lassen, bevor der Kahlschlag beginnt.

Die Rasierklinge muss richtig messerscharf sein sonst neigt man dazu, den Rasierer mit größerem Druck aufzusetzen – dadurch erhöht sich die Verletzungsgefahr wiederum. Und, ganz essentiell: der Rasierer muss immer wieder gründlich ausgespült werden. Verstopfte Klingen reißen, statt zu schneiden. Also nach jedem Zug unter fließend heißem Wasser ausspülen. Bester Winkel, um besonders sanft mit den Klingen über die Haut zu streichen sind übrigens 28-32 °, aber das ist vielleicht nerdiges Nischenwissen.

Nach der Rasur die Haut zu erfrischen ist sicher ein Lieblings-Ritual der Männer, allerdings kann ein After-Shave speziell für sensible Haut dabei noch einen wertvollen Beitrag zum Wohlempfinden leisten. Denn die Zeiten, wo mann wie „Kevin allein zu Hause“ sich eine Ladung scharf brennenden Alkohol ins Gesicht pempert, sind längst vorbei. Viel schlauer: Die Haut mit beruhigenden Wirkstoffen wie Kakaobutter und Vitamin E wieder in die Komfortzone zu bringen (z.B.: enthalten im „HYDRO After Shave Balsam Sensitive“ von Wilkinson Sword).

Trick Nummer drei:
Die Haut von innen stärken

Yoga, gesunde Ernährung, Auszeiten am Wochenende – wir versuchen ständig unser stressiges Leben irgendwie in Harmonie zu bringen. Aber mittlerweile weiß die Forschung, dass auch unsere Haut nur dann gut aussehen und sich wohlfühlen kann, wenn sie ausbalanciert ist, sprich einen pH-Wert von 5,5 bis 5,7 aufweist. Diese leicht saure Flora bildet sich aus körpereigenen Komponenten wie Schweiß, Talg, Hornzellen, Salzen und Säuren. Ist die Haut aber zu alkalisch, wird sie trocken und sensibel, neigt um ein vielfaches zu mehr Faltenbildung. Ist sie übersäuert, bilden sich vermehrt Unreinheiten, Rötungen und Entzündungen. Nur leider benutzen viele Männer die falschen Reinigungs- und Pflegeprodukte und ernähren sich dazu noch falsch – dann gerät die Haut immer weiter aus der Balance. Besonders nach der Reinigung wird der Säureschutz der Haut schlichtweg abgewaschen. Das kann den Rasurbrand und alle unangenehmen Erfahrungen der sensiblen Haut noch verschlimmern. Was hilft? Die richtige Ernährung. Wer zu wenige basische Lebensmittel zu sich nimmt, kann irgendwann die Übersäuerung, die durch Bewegungsmangel, Streß, Nikotin, Zucker oder Kaffee entsteht, nicht mehr ausgleichen. Daher sollte man im Alltag darauf achten, sogenannte „stark basische Nahrungsmittel“ zu sich zu nehmen, wie zum Beispiel Kartoffeln, Zwiebeln, frische Erbsen, Gurken oder Soja-Produkte. Und, nicht vergessen: Ist das Immunsystem stark, reagiert die Haut weniger sensibel. Also wie eingangs gefordert: Küssen, Küssen, Küssen...