Duft-Regel für's Fitnessstudio
26. April 2016
16 Uhr
Das Wort Kulturbeutel sagt es ja eigentlich schon – es hat auch was mit Kultur zu tun. Gilt auch für das Deo zum Sport.

Viele Männer können im Fitness-Studio richtig gut abschalten. Nämlich ihr Stilempfinden. Hier im urmännlichen Revier der Umkleidekabine trennen sich die Jungs von den Männern.
Denn das Workout ist so ziemlich die letzte Bastion der Stillosigkeit. Selbst best-dressed Businessmänner zeigen sich hier in verblichenen Sport-Shirts die in den Achtzigern mal kostenlos auf IT-Seminaren verteilt worden sind. In Turnschuhen, die aussehen wie etwas, mit dem der Hund zu lange gespielt hat. Und hüllen sich nach dem Gewichteheben in Deosprays, die einen angreifenden Pitbull stoppen würden, dafür aber die merkwürdige Assoziationskette auslösen, man wäre so cool wie ein Astronaut. Das mag okay sein für sechzehnjährige Marketing-Opfer, die es noch nicht besser wissen. Alle anderen, die den Nimbus eines guten Duftes zu schätzen wissen, greifen zum Luxus-Deostick, dessen Noten ein Parfumeur abgemischt hat: Fruchtige Johannisbeere in der Kopfnote, Birke im Herz, Eichenmoos und Moschus im Fond, zum Beispiel. Das ist elitär, zugegeben. Aber wollen wir nicht alle ein bisschen Elite sein?

Unser Favorit: Der alkoholfreie Cremestift von „Aventus“ soll die Geruchs- und Schweiß-Bildung hemmen und hinterlässt einen wahrnehmbaren moosig-holzigen Duft des Parfumklassikers. „Aventus Deostick“, Creed, 40 Euro

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