Diese Parfums machen intelligenter
29. März 2016
14 Uhr
Ein paar Spritzer hinter's Ohr und schon sind wir schlauer? Fast! Ein britischer Wissenschaftler fand jetzt heraus, was mit Menschen passiert, die an Rosmarin riechen

Schon klar: Parfums lösen Emotionen aus, sorgen dafür dass wir uns – je nachdem – mal sexy oder mal selbstbewusst fühlen. Das ist aber schon so lange bestehendes Wissen, dass es langweilt. Neuer Schwung in die Branche bringt jetzt ein britischer Neurologe, der Testpersonen mit „Cineol“, dem ätherischen Öl aus Rosmarin „beduftet“ hat. Und siehe da: Umso länger die Probanden den Geruch von Rosmarin aufgesogen haben, desto besser schnitten sie im Anschluss bei Denksportaufgaben ab!

Es gibt sogar eine ganze Reihe von Gerüchen, die auf das Gehirn wirken sollen: So lässt uns etwa Zitronengeruch konzentrierter arbeiten, Aromen der Orange motivieren, Lavendel verströmt einen ausgleichenden Anti-Stress-Duft, und – diese Erkenntnis ist die Neueste – wer an Rosmarin riecht verbessert ganz allgemein seine Denkleistung! „Duft-Doping“ rufen schon die ersten begeisterten Wissenschaftler und empfehlen regelrechte Riechgymnastik: Wer mehrmals die Woche im „Blindversuch“ an ätherischen Ölen rieche und versuche zu bestimmen, um welche es sich handelt (Lavendel oder Rosmarin, z.B.), der könne seine Gehirnleistung effektiv verbessern. Mehr als „nur“ mit Kreuzworträtsel oder Sudoku, da bei diesen auf Dauer immer nur die gleiche Hirnregion angeregt werde.


Jetzt wird vielleicht nicht jeder beim Auftragen eines Parfums von einem Forrest Gump zum Stephen Hawking, aber: Diese Düfte mit Rosmarin und anderen Aromen stehen unter dem dringenden Verdacht, den Träger smarter zu machen. Und falls doch nicht – lässig wirkt er damit alle Mal.

Hermès – Un Jardin sur le Toit
mit:
Rosmarin, Grünes Gras (stresslindernd), Apfel, Birne, Rose (gegen Kopfschmerzen)

Chanel – Platinum Egoiste
mit:
Rosmarin, Lavendel (stresslindernd), Jasmin (harmonisierend), Sandelholz

Clarins – Eau Dynamisante
mit:
Rosmarin, Nelke, Thymian (gedächtnisstärkend), Orange (motivierend), Kümmel


P.S.: Wer sein Gehirn unterwegs tunen will, sollte sich mal die Gehirnjogging-App „Peak“ runterladen. Lauter kurze Mini-Challenges mit Spiele-Fun-Faktor, die aber ganz schön fordernd sein können, man aber schnell Fortschritte merkt. Läuft auch via Apple Watch – also perfekt für Busfahrten & Co.

Aufmacher-Bild ©GettyImages