Die besten Tricks für heiße Tage
09. Mai 2016
14 Uhr
Aus dem Wasser kommen wir, ins Wasser zieht es uns zurück. Laut Evolution stammen unsere Zellen aus dem Meer. Bester Beweis: Menschliches Blutplasma und Meerwasser sind sich in ihrer Zusammensetzung verblüffend ähnlich. Kein Wunder, ist die beste Abkühlung an heißen Tagen immer noch der Sprung ins Meer. Ab auf’s Surfbrett, raus ans Wasser, notfalls tut’s auch der Baggersee. Nur, wer tagsüber bei 30 ° Grad plus im Büro festsitzt, muss schwitzen. Oder er holt sich die maritime Erfrischung nach Hause.

Gischt ins Gesicht
Schaut man sich die Liste der Inhaltstoffe von Kosmetika an, die auf jedem Produkt abgedruckt ist, fällt auf, dass Wasser meistens ganz oben steht. Nur zum Verständnis: Je weiter oben ein Inhaltstoff auf der Liste zu finden ist, desto mehr ist von ihm enthalten. Klingt absurd - wieso bestehen Cremes & Co vor allem aus Wasser? Die Antwort ist simpel: Weil es extrem wichtig für die Haut ist. Der menschliche Körper besteht zu 90 Prozent aus Aqua. Es wirkt als Transportmittel für Nährstoffe in die Zellen und entsorgt beim Rückweg die Abfallstoffe. Ein Drittel unseres Wasserreservoirs lagert in der Haut, in den Zellen. Herrscht hier Dürre, sinkt die Widerstandskraft gegen Eindringlinge und Trockenheitsfalten machen sich breit. Viel trinken sowie durstlöschende Pflegeprodukte können das verhindern. Apropos Trinken: Forscher haben herausgefunden, dass kaltes Wasser zu trinken im Sommer wie ein Fatburner wirkt - denn der Körper muss Energie aufbringen, um das Getrunkene aufzuwärmen. Aber es gibt noch mehr clevere SOS-Tricks für heiße Tage:


Die coolsten Wasser-Tricks für heiße Tage:

1. Mineralwasser kaufen
Besser als Leitungswasser sind mineralhaltige Sprudel, die auf verschiedene Leistungsansprüche zugeschnitten sind: Viel Magnesium (min. 50 mg pro Liter) ist ideal für Workaholics und Gestreßte, denn Magnesium reguliert die Erregbarkeit der Zellmembranen, dämpft Nervosität, Reizbarkeit und Muskelverspannungen und fördert die Konzentration. Wer besonders viel Sport treibt oder einen körperlich-anstrengenden Beruf hat, sollte auf einen Mix aus Natrium (min. 200 mg pro Liter) und Magnesium (circa 50 mg) achten.

2. Lichtschutz auftragen
Die Strahlen der Sonne hinterlassen in und auf der Haut ein Pflegedefizit. Sie entziehen nämlich massiv Feuchtigkeit und gleichzeitig körpereigene Schutz- und Bräunungsstoffe. Denn nur in optimal durchfeuchteter Haut findet sich „Urocaninsäure“, die von den Hautzellen als natürlicher UV-Schutz produziert wird und ohne den im Sommer keine schöne, gleichmäßige Bräune möglich ist.

3. Lauwarm duschen
Ja, ab unter die kühle Rainshower erfrischt fast wie ein Sprung in den Pool. Hält aber nicht lange. Denn um die Kälte zu kompensieren heizt sich der Körper auf und kommt nur nch mehr ins schwitzen. Ideal sind Wechselduschen, dreimal kalt und warm im Wechsel, von den Füßen beginnend. Das stärkt die Gefäße, kurbelt Durchblutung und Stoffwechsel an.

4. Die Kippen verbannen
Nikotin bremst die Fähigkeit der roten Blutkörperchen, Sauerstoff aufzunehmen, verengt die Blutgefäße und behindert die Versorgung der Hautschichten mit Nährstoffen. Die Oberhaut kann weniger Feuchtigkeit binden und der Teint neigt vermehrt zu Fältchen. Außerdem schädigt jede Zigarette die Kollagenmatrix der tiefer liegenden Lederhaut – so lassen Elastizität und Spannkraft nach.

5. Gutes aus dem Meer essen
Da die Ursache für trockene Haut oft auch ein Mangel an Hautlipiden ist, kann man diesen auch über seine Ernährung regulieren. „Einfach“ und „mehrfach“ ungesättigte Fettsäuren kann der Organismus ganz easy in Hautfette umwandeln. Diese verbessern die Schutz- und Barriere-Funktionen der Haut, helfen also, Feuchtigkeit auch an schwotzigen Tagen zu speichern. Besonders reich an solchen Fettsäuren sind – da schließt sich der Kreis wieder: Wassertiere wie Lachs, Makrele und Hering.

6. Pfefferminze in jeder Form
Forscher fanden heraus, dass ein durchschnittlicher Arbeiter bei einer Temperatur von 28 Grad nur noch 70 Prozent der Leistung erbringt, die er bei 20 Grad schafft. Steigt das Thermometer auf 33 Grad, sind es sogar nur noch 50 Prozent. Duschgels und Bodylotions mit Extrakten aus Pfefferminze kühlen nach dem Auftragen noch lange nach. Nebeneffekt: Das ätherische Öl fördert auch noch die Konzentration. Deswegen ruhig einen Tropfen Minzöl hinter die Ohren und auf die Schläfen tupfen, das boostet die Leistung. Auch gut: Minztee trinken, der kühlt wie eine Klimaanlage von innen.

7. Meer Wasser versprühen
Ja, technische Kühlung – also die von manchen heiß geliebte Aircondition in Auto und Büro – ist ein Segen im Sommer. Aber Stress für die Haut, denn die Lüftung trocknet sie stark aus. Dann spannt sie und kann im schlimmsten Fall sogar schuppig werden. Wer das Problem kennt, sollte ein Thermalwasserspray (zum Beispiel von La Roche-Posay, gibt es in der Apotheke) in der Schublade haben und bei Dürre im Gesicht die Feuchtigkeit aufnebeln. Das reduziert auch Rötungen.

9. Akkupressur probieren
Klingt komisch, soll aber helfen: wer im Sommer arg schwitzt, kann den Akupressur-Punkt namens "bru-mae" drücken. Der befindet sich jeweils links und rechts auf Höhe der Ohrläppchen, etwa einen Finger breit hinter dem Ohr am Schädelknochen. Regelmäßiges Massieren mit den Fingern kann gegen übermäßiges Schwitzen helfen, warum auch immer.

10. Abends ab an Pool & Strand
Bestes Cool-Down nach einem heißen Arbeitstag: Im kühlen Nass untertauchen. Schwimmen, Surfen & Co. steigern sogar die Durchblutung und die Regeneration der Haut. Also nichts wie los an den Baggersee oder zum Teich beim Nachbarn. Ausnahme: Schwimmen in Pools. Denn meist enthält Poolwasser Chlor-Derivate zur Desinfizierung, und diese führen zu einem starken Rückgang des Feuchtigkeitsgehaltes der Haut. Deswegen sollte man nach dem klassischen Poolsprung das Gesicht und den Körper immer gründlich reinigen... nicht nur mit Wasser, auch mit einem Reinigungsgel für's gesicht und Duschgel für den Körper. Und, logo: Nach dem Schwimmen gut eincremen.